Dabei geraten individuelle Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung in ein Spannungsfeld mit staatlichen, religiösen oder gemeinschaftlichen Begrenzungen und Regeln.
Im Rahmen von „Bodies of Law“ hinterfragen die Philosophin Esther Neuhann und die Autorin und Performerin Lina Majdalanie den Status des Körpers, und denken darüber nach, was es bedeutet, über einen intakten, unversehrten Körper zu verfügen.
Esther Neuhann - Gastprofessorin in Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. – forscht zu politischen, rechtlichen und sozialen Themen, kritischer Theorie und feministischer Philosophie, zuletzt zu Körperkonzepten im Recht. Derzeit entwickelt sie das Konzept der „verkörperten Integrität“, einem alternativen und „körperbejahenden“ Ansatz zur Wertschätzung des Individuums in liberalen Demokratien, den sie vorstellen wird. Lina Majdalanie zeigt im Rahmen der Vorlesungsreihe eine Version ihrer Lecture Performance „Appendice“.
Ausgangspunkt ist ihr vereitelter Wunsch, nach ihrem Tod eingeäschert zu werden – eine Praxis, die im Libanon verboten ist, da Bestattungsrituale dort ausschließlich von den verschiedenen religiösen Autoritäten geregelt werden.
- Welche alternativen Wege gibt es, um ihr Ziel zu erreichen, und welche Rolle kann die Kunst dabei spielen?
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