Was Bilder erzählen – und was sie beweisen: Graffiti in Foto und Film
Künstlerinnen und Künstler gewähren beispielsweise über Social Media Einblicke in ihre Aktionen. Auch Reportagen und Spielfilme berichten über die Graffiti- und Street-Art-Szene. Ein Beispiel dafür ist der Film Wholetrain von 2006, der den Alltag einer Graffiti-Sprayer-Crew beleuchtet.
Neben den fertigen Werken werden seit den Anfängen der Graffiti-Kultur auch die Aktionen selbst filmisch und fotografisch festgehalten. Dabei wird die Anonymität der Beteiligten häufig bewusst gewahrt, indem vermummte Personen gezeigt oder Stimmen verzerrt werden – nicht zuletzt, weil viele dieser Aktionen illegal sind.
Die Podiumsdiskussion „Was Bilder erzählen – und was sie beweisen: Graffiti in Foto und Film“ diskutiert, welche Bedeutung diese Aufnahmen für die Dokumentation dieser weitgehend temporären Kunstform sowie als Beweismittel für ihre strafrechtliche Verfolgung der Beteiligten haben.
Zum einen möchten sie der Frage nachgehen, warum die Aktionen festgehalten werden, wenn die Dokumentation womöglich als Beweismaterial in strafrechtlichen Verfahren verwendet werden kann. Zum anderen möchten sie diskutieren, welche Bedeutung die Aufnahmen für die Weitergabe, Sichtbarkeit und historische Einordnung der Graffiti-Kultur haben. Wird die visuelle Erzählung damit zum strafrechtlichen Eigentor?
Über dieses Thema diskutieren der Regisseur Florian Gaag (Wholetrain), die Fotografin und ehemalige Graffitikünstlerin Jennifer Kauka sowie der auf Graffitiverfahren spezialisierte Strafverteidiger Florian Schönrock.
Zusätzliche Informationen
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