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Territorium der Träume

Die Vergnügungsparks auf Coney Island in Brooklyn hatten ihre Blütezeit im frühen 20. Jahrhundert. Hier wurde das Konzept der dauerbeleuchteten und dauerlebendigen 24-Stunden-Metropole geboren – eine radikal künstliche Unterhaltungswelt, die immer wieder als urbanes Laboratorium beschrieben wurde.

Im Parkabschnitt „Dreamland“ wurden erstmalig europäische Städte wie Venedig und Landschaften wie die Schweizer Alpen nachgeahmt.


Hiervon inspiriert zeigt die faszinierende Miniaturwelt von Théâtre Rude Ingénierie aus Québec einen Park aus einer Vielzahl elektronisch gesteuerter Objekte:

Die Besucher:innen wandern als Riesen um die fantastische Insel mit ihren tausenden Mechanismen, die sich zu ständig verändernden Tableaus ergänzen und gleichzeitig als Klangerzeuger und Lautsprecher dienen.


Im Rahmen der Öffnungszeiten finden folgende Veranstaltungen statt:


Samstag, 31.10., 17:00–19:00

Eröffnungsfeier: Willkommen im Weltmodell! Live-Performance, Gespräche und Begegnungen Wir feiern die Eröffnung der mechanischen Landschaft von Théâtre Rude Ingénierie als festliches Beisammensein in einer manipulierten Realität:

Die Gäste kreisen um das riesige robotische Modell einer Welt, aus der alle stammen und von der Menschen träumen, während sich die dramatische Klanglandschaft der mechanischen Insel mit Traum-Hits längst vergangener Zeiten mischt.


Eine Happy-Hour-Eröffnungsfeier mit Drinks und Snacks.


In Kooperation mit der Vertretung der Regierung von Québec in Berlin.



Montag, 2.11., 17:00–19:00

Round Table in englischer Lautsprache


Das 20. Jahrhundert schuf gewaltige Traummaschinen, die der Zerstreuung dienen. »Dreamland« führt das Publikum an ihren Ursprung: Zur modernen Unterhaltungsindustrie, die das Nervensystem mit elektrischem Licht und verzauberten Menschenmassen verdrahtete und die Träume als Eintrittskarte zurück verkaufte. Ein Jahrhundert später können Menschen die Unterhaltung kaum noch von der Industrie unterscheiden – die Verzauberung selbst ist zum Geschäftsmodell geworden.


Die Frage, ob sich Menschen die Unterhaltung zurückerobern können, steht im Zentrum dieses Round Tables. Ausgehend von der Installation, die den Freizeitpark als Spielzeugstadt, als Jahrmarkt aus Trümmern, als Werkstatt für mögliche Welten wieder auferstehen lässt, fragen die Diskutant:innen, ob sie noch eine Welt entwerfen können, die gerechter und freier ist.



Dienstag, 3.11., 17:00–19:00

Lecture Performance in englischer Lautsprache


1903 diagnostizierte Georg Simmel der Metropole überreizte Nerven. Im selben Jahr schaltete der Luna Park auf Coney Island seine elektrische Skyline an. Für Rem Koolhaas war Coney Island ein „fötales Manhattan“, ein Laboratorium, in dem sich die moderne Stadt ausprobieren kann, bevor sie sich in der Realität formt.

Diese Lecture Performance mit anschließendem Gespräch versucht herauszuhören, woran sich die Ruinen erinnern und was noch aus ihnen werden könnte. Sie fragt, was die Welt am Laufen hält, und versteht „Entertainment“ im lateinischen und altfranzösischen Wortsinn als „Zusammenhalt“.



(ohne Lautsprache)


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Zusätzliche Informationen

Informationen zur Barrierefreiheit

  • Das Publikum kann die Installation individuell umwandern, es gibt keine Sitzplätze.
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