Mit Lucca Alves Loureiro, Black Pearl de Almeida, Naya de Souza (Bundaskanzlerin), Sirenessa (Sir Saint Laurent)
- Haunani-Kay Trask Saal
Auf Englisch und Deutsch mit konsekutiver Übersetzung
- 15:00 Hangout
- 15:30 Chanting Workshop
- 17:00 Podiumsdiskussion
- 19:00 Performances, DJ-Set, Hangout
Als Fortsetzung der Reihe Pump, Create, Elevate erkundet diese Veranstaltung, wie die Ballroom-Kultur durch Community-Aufbau, Interessenvertretung und kollektive Fürsorge mit anderen künstlerischen Praktiken verbunden ist.
In der ersten Hälfte der Session leitet Lucca einen Chanting-Workshop, der sich an Anfänger:innen sowie an alle richtet, die ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in dieser Praxis erweitern möchten. Das Ballroom-Chanting, das auch als Commentating oder MCing bezeichnet wird, ist ein zentrales Element der Szene. Kommentator:innen verwenden häufig Chants, Reime und wiederholte Zurufe. Mit schlagfertigem Witz, Rhythmus und einer kraftvollen Stimme bringen sie das Publikum in Stimmung, kündigen Performer:innen an und führen durch den Wettkampf.
Das anschließende Podiumsgespräch bildet den Mittelpunkt der Veranstaltung. Stand-up-Comedienne Naya de Souza aka Bundaskanzlerin, Tänzerin und Performance-Künstlerin Black Pearl de Almeida, MC und Kommentator Lucca sowie DJ Sirenessa sprechen über die alltägliche Arbeit, die mit der Schaffung sichererer Räume, dem Aufbau solidarischer Netzwerke und gegenseitiger Unterstützung sowie dem Raumgeben für neue Stimmen verbunden ist. Das Gespräch thematisiert auch die internationale Reichweite dieser Aktivitäten und geht der Frage nach, wie Künstler*innen über geografische Grenzen hinweg Communitys aufbauen können oder was es bedeutet, Räume der Zugehörigkeit zu schaffen, während man den Umständen von Migration, Diaspora und Neuanfängen ausgesetzt ist.
Im letzten Teil der Veranstaltung bieten eine kurze Performance von Black Pearl de Almeida und ein Comedy-Set von Naya de Souza aka Bundaskanzlerin unterschiedliche Perspektiven auf Identität, Zugehörigkeit, solidarisches Handeln und die Kraft von Communitys. Den Abschluss bildet ein DJ-Set von Sirenessa, das zu Gemeinschaftlichkeit auf der Tanzfläche einlädt.
Vor und nach dem Workshop steht mit dem Hang-Out-Space ein Aufenthaltsbereich mit Sitzsäcken und Stühlen bereit, in dem man sich entspannen, austauschen und bewegen kann.
Außerdem sind dort verschiedene audiovisuelle, akustische und gedruckte Materialien zum Thema Ballroom zu finden. Die entspannte Atmosphäre stellt das aktive Lernen durch eigenes Handeln in den Mittelpunkt. Es wird eine einfache Sprache verwendet, die stellenweise explizite, nicht-jungendfreie Ausdrücke enthalten kann. Der Raum hat einen ebenen Boden und ist für Rollstuhlnutzer:innen zugänglich.
Die Workshops heißen alle willkommen, die ihr Wissen, ihre Fähigkeiten oder ihr Netzwerk erweitern möchten. Da die Ballroom-Kultur von Transfrauen afrikanischer, mittel- und südamerikanischer sowie karibischer Herkunft ins Leben gerufen wurde und nach wie vor das Leben und die Resilienz rassifizierter und sexuell diverser Menschen in den Mittelpunkt stellt, ist ihre Teilnahme besonders erwünscht. Es ist Teilnahmevoraussetzung, auf den Raum zu achten, den man einnimmt, die Dynamik des Raums zu respektieren und den im Fokus stehenden Gruppen Vorrang zu geben. In diesem Umfeld und in jeglicher Verbindung mit dem HKW gibt es keinen Raum und keine Toleranz für Hassreden oder Hassaktionen jeglicher Art.
Co-Produktion, Co-Kuration: the House of St. Laurent, Georgina Philp and Litchi Ly Friedrich
Am Sonntag, den 25. Oktober von 15:00–17:00 Uhr lädt House of St. Laurent zu einem Kinderdisko Special zur Ballroom-Kultur ein, mit Kostüm-Workshop und Runway-Präsentation.
Zusätzliche Informationen
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