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Literatur LIVE

Ein empathisches Plädoyer für eine neue Form der Verständigung: Ein gemeinsames Sprechen im Vertrauern – Das neue Buch der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo.



Wie sprechen über Schuld, Trauer und Wut in einer zerrissenen Welt? In ihrem neuen Buch verwebt Sharon Dodua Otoo literarisch persönliche Briefe an Schwarze Autorinnen mit einer feinsinnigen Analyse der Gegenwart.

Von der Vereinnahmung von Begriffen wie »woke« über Erinnerungen an ein Aufwachsen im London der 1980er-Jahre bis hin zum schmerzhaften Verlust geliebter Menschen: Um diese Erfahrungen und gesellschaftlichen Entwicklungen zu begreifen und zu teilen, werden Menschen neu zueinanderfinden müssen – im Vertrauern. Eine kollektive, empathische Praxis für die Verbundenheit in dieser Zeit.


Sharon Dodua Otoo ist Schriftstellerin, Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe »Witnessed« und Kuratorin des Schwarzen Literaturfestivals »Resonanzen«. Mit dem Text »Herr Gröttrup setzt sich hin« gewann Otoo 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2020 hielt sie die Klagenfurter Rede zur Literatur »Dürfen Schwarze Blumen Malen?«, die im Verlag Heyn erschien. Ihr erster Roman »Adas Raum« wurde 2023 für die Shortlist des BücherFrauen-Literaturpreises »Christine« ausgewählt und in mehrere Sprachen übersetzt. Es folgten weitere Auszeichnungen und Stipendien; 2025 hielt sie die Zürcher Poetikvorlesung. 2026 erschien ihr zweiter Roman »So, in etwa, ist es geschehen«.

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