Mitglieder der Berliner Philharmoniker zu Gast im PalaisPopulaire
1962 besucht John Cage den weltberühmten Zen-buddhistischen Tempelgarten Ryoan-ji in Kyoto. Bereits im 15. Jahrhundert angelegt, sind auf einer rechteckigen Fläche und in gleichmäßig wellenförmig geharktem Sand 15 Natursteine unterschiedlicher Form in fünf Gruppen angeordnet. Im Sand wird die Wellenbewegung von Wasser nachgebildet, während sich dem Auge des Betrachters je nach Perspektive die wechselseitige Beziehung der Steine in harmonischer Asymmetrie zueinander entfaltet.
Der Garten inspirierte Cage zu einer Reihe von Kompositionen, die je nach Instrumentarium variabel zusammengesetzt werden. Cage hat den Besuch nicht nur kompositorisch, sondern auch zeichnerisch verarbeitet.
Im Konzert kommt das Werk in der Besetzung Flöte (Egor Egorkin), Kontrabass (Martin Heinze), Schlagzeug (Jan Schlichte) und Tonband zur Aufführung. Mit seinem poetischen und meditativen Charakter korrespondiert das Konzert mit der Ausstellung Lucia Tallovás, die sich in ihrem Werk mit der Fragilität von Erinnerung in einer beschleunigten, digitalen Gegenwart auseinandersetzt.
In Kooperation mit den Berliner Philharmonikern.
Zusätzliche Informationen
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